2011
Holzskulptur
Durchnageltes Buchobjekt
Auflage: 35 Exemplare
handsigniert und nummeriert
Format (HxBxT): 38 x 28 x 27 cm
Verkaufspreis: 1.900,00 €
Die KIste besteht aus drei handübermalten unikalen Prägedrucken, die eine optische Partitur mit angedeuteten Notenpunkten und Notenlinien wieder spiegeln. Die Bronzeplastik Hammerschlag hält die Handlung des Auftreffen eines Hammers auf eine Oberfläche fest. Das mit der Mappe erschiene Buch wurde für die Mappe ebenfalls mit Holz eingefasst und durchnagelt. Begleitet werden die 5 Kunstwerke durch einen Katalog eine DVD, sowie Schriftrollen mit Sprechtexten einer Aufführung von Günther Uecker und Dr. S. D. Sauerbier.
Im folgenden die Details zur Mappe.
Terrororchester I - III
handübermalter Prägedruck
Format (H x B): je 30 x 21 cm
Hammerschlag
Bronzeplastik
Format (H x B x T): 7,5 x 13,3 x 14,5 cm
Ohne Titel
durchnageltes Buchobjekt
Format (H x B x T): 38 x 28 x 27 cm
Preis auf Anfrage
"Strahlung 2011"
Prägegrafik
Auflage 100 Exemplare arabisch nummeriert,
20 Exemplare römisch nummeriert,
Format 76,0 x 60,0 cm
Verkaufspreis auf Anfrage
Günther Uecker
"Landschaft 2011"
Prägegrafik
Auflage 100 Exemplare
handsigniert und limitiert
Format 80,0 x 120,0 cm
Verkaufspreis auf Anfrage
1973
Auflage 100 Exemplare
handsigniert und limitiert
Format 30,0 x 40,0 cm
Mappe mit sieben verschiedenen Druckgrafiken
alle Blätter einzeln handsigniert und limitiert
Auflage 90 Exemplare
Format 65,0 x 55,0 cm
2007
Serie von 3 Lithografien und Prägegrafiken
Auflage 100 Exemplare arabisch nummeriert
zzgl. 20 Exemplare römisch nummeriert
jeweils handsigniert
Format 29,7 x 21,0 cm
Auflage 100 Exemplare
rückseitig handsigniert und limitiert
als Objekt in Plexiglashaube gerahmt
Format H 61,0 cm/ B 61,0 cm/ T 10,0 cm
"Strömung I und II (Ulm)
2005
Prägedruck und Lithografie auf Bütten
Auflage 99 Exemplare, handsigniert
und limitiert, zzgl. XXXII Proben
Format: je 38,0 x 28,0 cm
Verkaufspreis: 2.350,00 €
"Pyramide"
2001
Prägedruck auf Bütten
Auflage 100 Exemplare, zzgl. E.A. Exemplare
handsigniert und nummeriert
Format: 60,0 x 80,0 cm
Verkaufspreis 2.800,00 €
"Permutation"
2005
Prägegrafik
Auflage 100 Exemplare,
zzgl. E.A. Exemplare
handsigniert und nummeriert
Format: 85,0 x 65,0 cm
Verkaufspreis 2.600,00 €
"le troup de Coeur"
1991
Holzskulptur
Auflage 50 Exemplare,
handsigniert und nummeriert
Durchmesser 60,0 x 20,0 cm
Verkaufspreis: auf Anfrage
"Fußballschuh"
1972
Gemeinschaftsprojekt mit H.M. Gartung anläßlich
der Fußballeuropameisterschaft 1972
Skulptur
Fußballschuh mit Nägeln
Auflage 100 Exemplare,
handsigniert und nummeriert
Format 32,0 x 10,0 cm
Preis auf Anfrage
"Lohengrin"
1974
Holzskulptur
handsigniert
H 85,0 B 34,0 T 33,0 cm
Oberfläche des Holzes gefedert
mit eingeschlagenem Beil
Preis auf Anfrage
"Terrororchester, Hommage à John Cage"
Sprache: deutsch
gebundene Ausgabe, 116 Seiten Softcover
Erscheinungsdatum: 26.09.2011
ISBN: 978-3-939452-13-3
Verkaufspreis 24,80 €
Versandkosten: 2,50 €
Mo
21
Nov
2011
Von Hartmut Wilmes, 16.11.11, 11:45h
Klaus Gerrit Friese, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Galerien und Editionen e.V. (BVDG), sieht in dieser Hommage einen Glücksfall: "Wir ehren einen Künstler, der wiederum einen Kollegen ehrt." Den polnischen Konzeptkünstler, der am 6. August dieses Jahres mit 89 Jahren starb, hatte der Mecklenburger Kollege Uecker (81) stets sehr geschätzt.
Der BVDG verleiht die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung gemeinsam mit der durch Geschäftsführer Gerald Böse vertretenen Kölnmesse. Uecker wird für sein vielfältiges Werk geehrt, "in dessen Zentrum der Kosmos des Objekts Nagel steht, dem er eine ungeheure eigene Kunst-Welt eröffnet hat". Seit 1956 macht Uecker mit jenen Reliefs Furore, die ihre Dynamik der Ausrichtung der Nägel und dem subtilen Spiel von Licht und Schatten verdanken. Dabei ist er keineswegs unpolitisch, reflektierte etwa die Tschernobyl-Katastrophe in seinen "Aschebildern".
Dass eine Messe neben dem Preis für Kunstvermittlung auch eine Auszeichnung für Künstler auslobt, sei "einzigartig in Deutschland", rühmt Friese. Wobei sich das Renommee des Cologne Fine Art-Preises weniger der Dotierung als der Qualität der bisher Prämierten (u.a. Dieter Roth, Sigmar Polke oder Georg Baselitz) verdankt. Und Friese zitierte bei der Verleihung den ersten Preisträger Felix Droese: "Wir müssen uns stets vergewissern, dass Günther Uecker ein Avantgardist ist und immer bleiben wird." Der so Gerühmte sagte: "Ich freue mich über Ihre Wertschätzung und Zuneigung" und stiftete das Preisgeld dem Kölner Roma-Schulprojekt Amaro Kher (übersetzt: "Unser Haus"). Seit dem Sommer 2004 können mehr als 20 Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren in der von Rom e.V. initiierten Einrichtung neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch lernen, dass regelmäßiger Schulbesuch Freude macht.
Bedauerlicherweise sei eine ähnliche Einrichtung im ungarischen Pecs durch den politischen Rechtsruck in ihrer Förderung gefährdet. "Kann Kunst etwas bewirken?" fragte der Nagel-Virtuose rhetorisch - und antwortete im Sinn von Mahatma Gandhi: "Sie kann Aufmerksamkeit für Minderheiten-Angehörige wecken, damit sie nicht in ihrer Isolation verharren."
Isoliert blieb Uecker nach dem Festakt keineswegs. Zunächst schob Iwona Malewicz, umtriebige Großnichte des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch, ihren Privatpreis (weiße Rose im schwarzen Quadrat) nach, dann wurde der doppelt Geehrte von Autogrammjägern umlagert.
Sa
19
Nov
2011
Lüdenscheid. Vor wenigen Jahren ehrte das Museum für Islamische Kunst im Berliner Pergamonmuseum den Bildhauer und Maler Heinz Mack mit einer großen Ausstellung, die 120 000 Besucher anzog. In Lüdenscheid nimmt die Galerie Udo Schmidt den 80. Geburtstag des aus dem hessischen Lollar stammenden Künstlers jetzt zum Anlass, Mack eine Ausstellung zu widmen.
Am Freitag, 25. November, lädt die Galerie zur Eröffnung. Grafiken, Skulpturen und Unikate Macks sind zu sehen. Beginn der Vernissage ist um 18 Uhr.
Eine Einführung ins Werk des international renommierten Künstlers gibt der Kunstkritiker und Publizist Stefan Skowron, der bereits über den Maler und Bildhauer geschrieben hat. Bekannt wurde Mack, der 1957 gemeinsam mit Otto Piene die ZERO-Bewegung ins Leben rief, durch monumentale Arbeiten für den Außenraum, Lichtstelen, Lichtrotoren, Lichtreliefs und Lichtkuben.
Vernissage findet ohne Künstler statt
"Meine Arbeiten sind nur lebendig, wenn sie 'ihr' Licht, das 'richtige' Licht haben. Denn sie sind Gegenstände des Lichts, Instrumente des Lichts und ein Ausdruck seiner Energie", sagt Mack selbst. Ohne Licht sei jede Skulptur nur totes Material.
Grafik versteht der Künstler, der mehrfach an der Documenta teilnahm und Deutschland 1970 auf der Biennale in Venedig vertrat, als "Sprache ohne Worte, eine vollkommene poetische Sprache, mit eigener Syntax, Metrik, Sprachmelodie, mit eigenem Rhythmus." Seiner Ansicht nach sind Grafiken ein hoch sensibles Nervensystem.
Mehrfach unternahm Heinz Mack, der bei der Vernissage nicht dabei sein wird, größere Arbeitsexpeditionen in die Algerische Wüste und in die Arktis. Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die er erhielt, gehören der 1. Preis des internationalen Wettbewerbs "Licht 79" der Niederlande und der Große Kulturpreis des Rheinischen Sparkassen-Verbandes. 2004 erhielt der Künstler als Anerkennung für sein Werk und sein Wirken als Botschafter der Kulturen das Große Bundesverdienstkreuz.
Dem Betrachter stellt sich Macks Gesamtwerk sehr vielseitig und abwechslungsreich dar. Neben Skulpturen aus verschiedenen Materialien haben Malerei, Zeichnungen, Tuschen, Pastelle, Druckgrafiken und bibliophile Werke, gegenstandslose Fotografie mit schwarz-weißen Handabzügen und Farbfotografie im Oeuvre des in Mönchengladbach und auf Ibiza lebenden Künstlers ihren festen Platz. In rund 300 Einzelausstellungen wurden seine Arbeiten bislang gezeigt. Zwei Filme und zahlreiche Bücher/Kataloge dokumentieren sein Schaffen. Die Ausstellung in der Galerie Udo Schmidt ist bis 17. Dezember zu sehen.
Monika Salzmann
13.03.1930 in Wendorf/Mecklenburg geboren
1949 - 53 Studium der Malerei in Wismar und an der Kunstakademie Berlin
1955 - 58 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf
1955 - 57 Strukturbilder, Aufnahme von plastischen Elementen, erste genagelte Bilder
1958 - 59 Realisation von Lichtmedien, Erforschung von optischen Phänomenen; Gast der Gruppe ZERO; serielle Reihung von Nägeln
1960 erste sich drehende Strukturscheiben; Festival d’art Avantgarde, Paris 1971 Besuch der Indianerkulturen in Südamerika
1974 Reise nach Asien
1976 Bühnenbildentwürfe
1977 Wandrelief für die UNO in Genf
1979 - 82 Bühnenbilder und Skulpturen
1983 Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar
1984 Reise nach Japan und durch Sibirien, der Mongolei und China
1985 Reise nach Island; Aquarell-Zyklus
1989 Ausstattung der Oper „Die Bassariden“ in Stuttgart
1995/96 Reisen in Brasilien
2002 Reise nach Israel
Einzelausstellungen:
seit 1960 in fast allen großen Städten Deutschlands sowie in Frankreich, den USA, der UdSSR/Rußland, China, Italien, Brasilien, England, Österreich, Tschechien, Japan, der Schweiz, Belgien,
Irland, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn
Literatur (Auswahl):
Honisch, Dieter: Günther Uecker Monographie mit einem Werkverzeichnis, Stuttgart 1983, New York 1986 Gassen, Richard W.; Holeczek, Bernhard: Uecker, Katalog Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen,
Heidelberg 1987 Uecker in Wien, Katalog Museum moderner Kunst im Palais Liechtenstein Wien, Ostfildern 1993 Honisch, Dieter: Günther Uecker eine Retrospektive, Katalog Kunsthalle der Hypo
Kulturstiftung München, München 1993
Kuhn, Anette: Zero: eine Avantgarde der sechziger Jahre, Frankfurt/Main, Berlin 1991 Stachelhaus, Heiner: Zero-Mack-Piene-Uecker, Düsseldorf, Wien 1993 Jocks, Heinz-Norbert: Archäologie des
Reisens - Ein anderer Blick auf Uecker, Köln 1997